Wie werden Blicke konstruIert und nach welchen
Regeln wird gespielt?

Blicke können Sympathie, Neugier oder Skepsis hervorrufen. Der
Blick kann zu Nahe kommen, eindringen, die Grenzen der Intims-
phäre überschreiten.

Blicke können Kontrolle ausüben, überwachen und Urteile fällen.
Der Blick ist ein Instrument der Macht und des Spiels. Im Blick des
Gegenübers kann man sich erkennen, seinen Wert ablesen,
abschätzen und sich täuschen. Der Blick ist interaktiv. Er erzählt
eine Geschichte und hinterfragt die Identität.

Das Versteckte, das Verbotene, das Tabu bestimmen darüber,
was sichtbar sein soll. Und doch ist es gerade die Existenz des
Versteckten, Verbotenen und Unsichtbarem, welche uns Raum
für Imagination lässt.

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Professor: Andreas Herzau www.andreasherzau.de